Grippeimpfung während der COVID-19-Pandemie

Mit der COVID-19-Pandemie ist die Grippeschutzimpfung in diesem Herbst und Winter noch einmal umso bedeutender, weil sich das Gesundheitssystem einer potenziellen Doppelbelastung ausgesetzt sieht.

Wer bevorzugt geimpft werden sollte

Vor allem Risikopatienten sollten sich dringend gegen Influenzaviren impfen lassen. Somit ist die Influenzaimpfung weiterhin als Standardimpfung bei Personen ab 60 Jahre und als Indikationsimpfung insbesondere für folgende Gruppen vorgesehen:

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, beispielsweise:
    • chronische Herz-Kreislauf-, Leber-, Nieren- oder Stoffwechselkrankheiten, chronische Krankheiten der Atmungsorgane, HIV-Infektion, chronische neurologische Grundkrankheiten wie Multiple Sklerose mit durch
      Infektionen getriggerten Schüben sowie vergleichbar schwere chronische neurologische Erkrankungen, die zu respiratorischen Einschränkungen führen können
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (bei erhöhtem Risiko infolge eines Grundleidens ab erstem Schwangerschaftsdrittel)
  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen gefährden könnten
  • Beruflich bedingte Indikationen zur Impfung aufgrund erhöhter Gefährdung liegen zum Beispiel bei Personen mit viel Publikumsverkehr und beim medizinischen Personal vor.

Hinsichtlich der Corona-Pandemie gilt für alle empfohlenen Impfungen:

  • Erfolgt die Impfung kurz bevor sich ein Patient mit SARS-CoV2 infiziert, gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Kampf des Immunsystems gegen das Virus durch die Impfung negativ beeinflusst wird.
  • Haben sich Patienten bereits mit SARS-CoV-2 infiziert, sollte erst nach vollständiger Genesung geimpft werden, frühestens vier Wochen nach dem letzten positiven PCR-Befund.
  • Kontaktpersonen können laut STIKO 14 Tage nach dem letzten möglichen infektiösen Kontakt geimpft werden, sofern sie symptomfrei sind.

Die Impfung gegen Grippe sollte jedes Jahr, vorzugsweise im Oktober oder November, durchgeführt werden.

Nach der Impfung dauert es ca. 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Am besten ist es daher, sich möglichst vor Beginn der Grippewelle impfen zu lassen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Influenzaimpfung vor allem für Menschen, die ein besonders hohes Risiko für schwere Verläufe einer Influenza oder von COVID-19 haben. Eine hohe Impfquote in der Risikogruppe ist laut STIKO besonders wichtig, da sie nicht nur individuellen Schutz vor Influenza und einer doppelten Infektion bietet. Sie entlaste auch das Gesundheitssystem, da weniger Menschen schwer erkranken. Allerdings weist die Kommission darauf hin, dass dafür eine deutlich höhere Impfquote in der Risikogruppe nötig ist. Die bisherige Influenzaimpfbeteiligung sei unzureichend. Demnach haben sich in der Saison 2018/19 nur rund 35 Prozent der Menschen ab 60 Jahre und zwischen 20 und 50 Prozent der chronisch Kranken impfen lassen.

Ein Argument gegen die generelle Impfempfehlung ist nach Angaben der STIKO, dass bislang nichts dafürspricht, dass die Nicht-Risikogruppe durch eine gleichzeitige Infektion mit SARS-CoV-2 und Influenzaviren einen schweren COVID19-Verlauf erleiden könnte.

Weitere Impfungen empfohlen

Im Allgemeinen rät die STIKO dazu, nicht nur die Grippeschutzimpfung, sondern alle von ihr empfohlenen Impfungen altersentsprechend durchzuführen.

Unser Angebot

Wir können alle notwendigen Impfungen für Ihre ganze Familie durchführen. Eine Terminbuchung ist hierfür nicht zwingend notwendig. Bitte melden Sie sich dennoch vorab telefonisch, damit wir sicherstellen können, dass wir Impfstoff für Sie vorrätig haben und einen geordneten Zugang unter Einhaltung der Abstandsregeln koordinieren können.

Bitte denken Sie an Ihre Impfpäße.

Bleiben Sie gesund!